Willkommen auf der BODI Projekt Webseite

Unsere Gesellschaften waren vielleicht nie völlig homogen, und es gab immer Unterschiede bezüglich kulturellen Werten, Vorlieben und Verhaltensweisen zwischen Personengruppen (z.B.: Vergleiche das Leben eines Fabrikarbeiters in einer Großstadt mit dem eines Landwirtes in einem kleinen Dorf, oder die Prioritäten einer tief religiösen Person mit der eines atheistischen Wissenschaftlers usw.). Viele Europäer sind jedoch der Meinung, dass Vielfalt in den letzten Jahrzehnten ein wirklicher Teil des Lebens geworden ist. Viele nehmen wahr, dass die Unterschiede jetzt stärker ausgeprägt sind, dass die Werte sich von früher unterscheiden und manchmal inkompatibel sind und dass die Vielfalt mehr in unseren Körpern eingeschrieben ist - in der Farbe der Haut oder in der Kleidung, die sie bedeckt.

Einige Europäer sind besorgt über diese wahrgenommene größere Vielfalt: Sie haben vielleicht Angst, dass Werte, die sie schätzen, verschwinden werden und dass Vorgehensweisen, die sie bereits "überwunden" haben, wieder auftauchen und dass sich die Gesellschaft und das Leben verändern werden.

Die Wahrheit ist, dass für die heutige Welt der Erwachsenen, die Vielfalt in Europa von großem Interesse ist. Aber hier ist eine andere Wahrheit: Vielfalt ist bereits existent, sie ist Realität. Sie zu leugnen, ist keine Option, sie auszulöschen, erinnert an die schlimmsten Kapitel der europäischen Geschichte. Wir schlagen also vor, die Herausforderung auf positive und kreative Weise anzunehmen.

Und was ist mit dem Kindergarten?
Wenn wir unser Projekt über "Vielfalt bewirken" in Vorschulen vorstellen, zeigten sich die Menschen überrascht und besorgt. Sind Kinder nicht immun gegen solche Differenzierungen? Werden wir damit nicht ihre klare und naive Art, einander wahrzunehmen und das frei von Vorurteilen und Stereotypen Spielen, "verschmutzen"?

Die Wahrheit ist, Vielfalt und Unterschiede sind in der Schule bereits existent. Und die phantastische Wahrnehmung der Kinder kopiert die Art und Weise, wie Erwachsene mit Vielfalt umgehen. Sie mögen zu Beginn sauber und rein gewesen sein, aber sie leben unter Erwachsenen und eignen sich schnell die Verallgemeinerungen, Stereotypen, Vorurteile und Tabus, die Erwachsene bezüglich der Vielfalt entwickeln, an.

In diesem Zusammenhang möchte unser Projekt:
1) Einen Beitrag zur Entwicklung bildungspolitischer Maßnahmen und Praktiken zur interkulturellen Bildung, zur geschlechtsspezifischen Bildung und zur Einbeziehung von Kindern / Eltern mit kulturellem Hintergrund von Minderheiten - durch unsere Analyse bestehender Praktiken und die Bewertung der von uns entwickelten Methode leisten.
2) Einen Beitrag zur Entwicklung der Kompetenzen der Lehrkräfte zu leisten, durch neue Methoden für die Lehrerausbildung und neue praktische Instrumente, die bereit sind, sich anzupassen, und zwar konkret:
• Entwicklung eines Verständnisses von kulturellen Unterschieden mit Auswirkungen auf die frühkindliche Bildung, Entwicklung von Instrumenten zur Lösung möglicher Spannungen und Konflikte,
• Entwicklung von Fähigkeiten und kreativen Werkzeugen um Fragen über kulturelle Vielfalt, des Geschlechts und der Gesundheit mit den Kindern zu besprechen;
• Instrumente anbieten, um Eltern (MigrantInnen und NichtmigrantInnen) einzubeziehen und sie in einen Dialog über sensible Themen wie kulturelle Unterschiede, Geschlecht, Körper und Gesundheit einzubinden.
3) Einen Betrag zur Entwicklung der Fähigkeit der Schule beizutragen, kulturelle Vielfalt anzugehen, um sicherzustellen, dass Kinder unterschiedlicher kultureller Herkunft und ihre Eltern nicht ausgeschlossen werden, und Kinder für die Teilnahme an einer interkulturellen Gesellschaft zu rüsten, die gegenüber geschlechtsspezifischer Vielfalt tolerant ist. Bieten Sie Instrumente und Strategien an, um sensible Themen wie das Geschlecht anzugehen.